WEICHSELSORTEN

KÖRÖSZER II

Sie hat sich bei uns von 3 ungarischen Köröszer-Klonen am besten bewährt.

Köröszer II reift in der 3.-4. Kirschenwoche, kurz vor Van; süß, dunkelrot gefärbt, groß bis sehr groß (5,9g), mittelhohe aber regelmäßige Erträge; mittelstarkwüchsig; durch geringe Säurewerte ideal für den Frischverzehr; festfleischig und transportfest; selbstfruchtbar; Köröszer II ist die beste Frühsorte zum Pflücken mit Stiel für den Frischmarkt (ohne Beiblätter).


MORELLENFEUER (Kelleris 16)

reift eine Woche nach Köröszer II, ist mittelgroß (4,8g), schmeckt sehr süßkirschenähnlich und ist daher als Saftkirsche wenig geeignet. Auch die Festhaltekraft zwischen Frucht und Stiel ist sehr hoch, und trotzdem ist Morellenfeuer eine stark verwendete Sorte im mechanisch geschüttelten Weichselanbau in Deutschland, Tschechien und Dänemark. Nicht zuletzt wegen ihres hohen und regelmäßigen Ertrages, ihrer selbstfruchtbaren und unempfindlichen Blüte – diese befruchtet auch Köröszer und viele Süßkirschensorten ideal – und ihre gute Eignung zum Frischverzehr wie zu Steril- und Gefrierkonserven.


SASKIA® KOS

ist eine sehr großfrüchtige, gehaltvoll – süße Sauerkirsche und reift einige Tage vor Köröszer Pandy. Saskia ist dunkelrot gefärbt, um ca. 1g größer als Karneol und Köröszer Pandy und wird geschmacklich noch besser bewertet als diese. Saskia ist eine klassische Frischmarktweichsel und eignet sich besonders gut für die Direktvermarktung und den Hausgarten.

Der Baum wächst mittelstark bis stark – etwas schwächer als Karneol. Saskia bringt frühere und höhere Erträge als Karneol bzw. Köröszer Pandy und ist teilweise selbstfruchtbar.


KÖRÖSZER PANDY

Obwohl sehr gut für Steril- und Gefrierkonserven geeignet und hervorragende Brände liefernd, ist die klassische Köröszer (Pandy) eine sehr gute Sorte für den Frischverzehr. Die Frucht ist groß, rot – braunrot, süß mit angenehmer Säure – sehr wohlschmeckend. Köröszer Pandy wächst kräftig, ist nicht selbstfruchtbar und benötigt für gute Erträge wuchsreduzierende Unterlagen wie z.B. Gisela 5. Als Befruchter sind Morellenfeuer, Schattenmorelle und viele Süßkirschen geeignet.


UNGARISCHE TRAUBIGE

Die `Ungarische Traubige’ (Ujfehertoi fürtös) ist eine der wohlschmeckendsten Sauerkirschensorten. Die Frucht löst gut vom Stiel, ist groß, süß und eignet sich auf Grund der geringen Säure sehr gut für den Frischverzehr. Ujfehertoi fürtös blüht früh, ist selbstfruchtbar – Fremdbefruchtung (Schattenmorelle, Morina, Morellenfeuer, Karneol,…) sichert den Erfolg auch bei schlechtem Blühwetter. Der Baum wächst sehr stark, aufrecht und blüht sowohl an einjährigen Langtrieben als auch an Fruchtspießen.


KARNEOL®

ist aus einer Kreuzung ´Köröszer´x´Schattenmorelle´ in Dresden-Pillnitz hervorgegangen. Die glänzende, attraktive Frucht ist braunrot, groß (6,5g) und reift kurz vor oder mit Schattenmorelle. Durch ihren geringen Säuregehalt eignet sich Karneol besonders für den Frischmarkt und die häusliche Verarbeitung als Kuchenbelag oder Kompott. Die Frucht löst relativ leicht vom Stiel. Der Baum wächst stark, schräg aufrecht und eignet sich besonders für Spindelerziehung.


SCHATTENMORELLE

wird auch ´Lange Lotkirsche´ genannt und in der 6. Kirschwoche genussreif; die Frucht ist mittelgroß bis groß (5,2g), dunkelbraunrot, herbsauer, saftig und stark färbend; diese Sauerkirsche wächst mittelstark, erst aufrecht, später hängend und muss öfters stark verjüngt werden, damit der Baum nicht von innen verkahlt. Der Ertrag ist sehr früh, sehr hoch und regelmäßig. Für den Selbstversorger als wertvolle Einmachfrucht wie auch zur Frischsaftgewinnung zu empfehlen.


GEREMA®

wurde an der Forschungsanstalt Geisenheim gezüchtet und reift nach Schattenmorelle. Die dunkle und feste Frucht ist groß (6g), löst trocken vom Stiel, gut transportabel und wenig empfindlich gegen Belastungen bei maschineller Ernte. Der Baum wächst schwach, trägt sehr reich, blüht spät und ist selbstfruchtbar. Gerema ist robust gegen Monilia und Sprühfleckenkrankheit.