BIRNEN

CLAPPS LIEBLING

Sie reift Ende Juli bis Anfang August folgeartig, ist mittelgroß, gelblichgrün gefärbt und sonnseits gerötet. Das Fleisch ist hell, schmelzend, angenehm süßsäuerlich und rasch überreif. Der Baum wächst in der Jugend stark, später hängend und bringt dann reiche und regelmäßige Erträge. ´Clapps´ ist auch als Pollenspender für andere Sorten geeignet.

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BLUTBIRNE

Da die roten Farbstoffe in Früchten, welche zur Gruppe der Phenole gehören und zu den Radikalfängern zählen, nachweislich gesundheitsfördernd sind, werden in den letzten Jahren bei allen Obstarten Sorten aktuell, welche ein rotes Fruchtfleisch aufweisen.

So auch Blutbirnen, obwohl sie schon seit 1675 in Frankreich und seit 1684 in Deutschland beschrieben werden.

Da sie schnell teigig werden und nur kurz lagerfähig sind, wurde den kleinen druckempfindlichen Früchten keine große Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl der Baum robust gegen Kälte und Spätfrost ist.

Wir bieten zwei verschiedene Herkünfte der Blutbirne an, die italienische Pera Cocomera´ und dieWeinviertler Blutbirne` aus Rosa Leissers Biogarten. Ein über 60 Jahre alter Birnbaum, etwas alternierend aber regelmäßig tragend, bringt Anfangs bis Mitte August reifende, kleine rotfleischige Früchte mit feinem, typischem Birnenaroma, zarter Schale und ohne Steinzellen. Sie wurden schon immer – seit Großvaters Zeiten - rasch geerntet (wenn sie abfallen sind sie mehlig) und zu Dörrobst, Kompott und Strudel verarbeitet oder frisch gegessen.

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DR. JULES GUYOT

reift ca. 1 Woche vor Williams und wird fälschlich oft auch als „Frühe Williams“ bezeichnet. Die Frucht ist mittelgroß bis groß, bis drei Wochen lagerfähig und weist ein schmelzendes, saftiges, säuerlich süßes Fruchtfleisch auf. Der Baum wächst mittelstark bis schwach, bringt mittelhohe, aber regelmäßige Erträge und eignet sich gut für Spindelerziehung.

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WILLIAMS CHRISTBIRNE

Unsere wichtigste Sommerbirne, wird Mitte August pflückreif und ist bereits zwei Wochen später genussreif. Sie ist mittelgroß bis groß, gelblichgrün bis leuchtend gelb gefärbt, saftig, schmelzend, erfrischend säuerlich und harmonisch süß, stark gewürzt. Durch den parfümierten Geschmack ist sie eine ideale Verwertungsfrucht mit geringer Lagerfähigkeit. Der Baum wächst mittelstark, später schwach und ist reziprok intersteril (Gruppenunfruchtbarkeit) mit Gute Luise.

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ROTE WILLIAMS

Bei der ROTEN WILLIAMS gibt es mehrere Klone, die eine besonders homogene, leuchtend-rote Färbung besitzen. Reifezeit und Fruchtqualität sind ident mit der Williams Christbirne. Der Baum wächst stark, unregelmäßig und bringt mittlere Erträge.

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GUTE LUISE

Gute Luise war immer eine wichtige Herbstsorte im oststeirischen Birnenanbau. Die Frucht ist mittelgroß, saftig, süß und fein gewürzt. Die Schale ist grün-gelb mit leicht roter Backe. Der Baum wächst mittelstark und ist virusfrei Quittenverträglich.

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GELLERTS BUTTERBIRNE

ist geschmacklich eine der feinsten Herbstbirnen, sehr saftig, schmelzend, fein gewürzt und süß. Trotz fester, bronzefarbener Schale ist die Lagerfähigkeit gering. Der Baum wächst stark, aufrecht und wird aufgrund seiner guten Quittenverträglichkeit gerne als Stammbildner verwendet.

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BOSC`S FLASCHENBIRNE

Diese hochwertige Herbstbirne wird am Markt häufig auch ´Kaiser Alexander´ genannt und reift ab Mitte September. Die Frucht ist mittelgroß bis groß, lang-birnförmig, grünlichgelb und zimtbraun berostet; trotz ledrigem Aussehen zart und wenig empfindlich, sehr saftig, süß und edel gewürzt. Der Baum wächst mittelstark und bringt spät einsetzende aber reiche und regelmäßige Erträge. Sie ist trotz später Blüte eine gute Befruchtersorte.

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ALEXANDER LUKAS

ist eine große, bauchige, spätreife Birne mit eher bescheidenem Geschmack. Sie ist aber dem österreichischen Konsument bekannt und wird durch ihre schöne Fruchtgröße auch gerne gekauft. Alexander Lukas blüht früh und ist triploid, daher als Befruchter ungeeignet.

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CONFERENCE

Diese altbewährte und sehr weit verbreitete Sorte bringt länglich, flaschenförmige Früchte mit einer fein-rauh berosteten Schale und gutem Geschmack. Oft nicht sehr attraktiv, aber saftig, süß, wohlschmeckend und nicht steinig werdend. Der Baum wächst mittelstark, leicht aufrecht und ist sehr robust. Conference blüht mittelfrüh, ist ein guter Pollenspender und bringt früh einsetzende, hohe und regelmäßige Erträge.

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VEREINSDECHANTSBIRNE

Was beim Apfel Cox Orange ist bei den Birnen Vereinsdechants, geschmacklich die Königin der Birnen. Das Fruchtfleisch ist cremefarbig, fein, saftreich und schmelzend, süßsäuerlich und delikat gewürzt. Für die volle Geschmacksausbildung verlangt sie warme Lagen und guten, birnenholden Boden. ´Vereinsdechants´ ist Mitte Oktober pflückreif, und von November bis Jänner genussreif. Neue Klone sind deutlich ertragreicher und besser gefärbt als früher, was sie auch in einem modernen Anbau interessant macht. So wird sie wieder einer der wertvollsten Spätherbstsorten, wenig schorfanfällig, spätblühend und geschmacklich unübertroffen.


SOLEDANO®

Soledano ist eine dunkelrot gefärbte, festschalige Mutation von Vereinsdechants, mit sonst allen Eigenschaften der Muttersorte.

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ABATE FETEL

Ist eine große, sehr lange, ausgeprägt flaschenförmige Birne mit gelblich – grüner Schalenfarbe und netzartig, feinschuppiger Berostung. Da sie für die volle Geschmacksentwicklung warme Standorte benötigt, ist sie vor allem aus Italien bekannt. Das weiß gefärbte, halbschmelzend - saftige und süße Fruchtfleisch hat bei guter Reife einen ausgeprägten, angenehm milden und schmelzenden Geschmack mit feinem Aroma. Die Birne ist ab Ende September pflückreif (sollte keinesfalls zu früh geerntet werden), und im Oktober – November genussreif – kann aber auch kalt bis Jänner gelagert werden.

Der Baum wächst eher schwach bis mittelstark und bringt früh einsetzende, mittelhohe Erträge.

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NORDHÄUSER WINTERFORELLE

Die Sorte entwickelt sich am birnenholden Standort (warme, offene Lage, guter, humoser Boden, genügend Feuchte, aber keine stauende Nässe) zu einer verlockend gefärbten Wintertafelbirne mit mittelhohem, regelmäßigem Ertrag. Die Frucht sollte möglichst spät – ab Mitte Oktober – geerntet werden und wird erst im Jänner bis März gut genussreif. Sie ist mittelgroß, rötlichgelb bis braunrot gefärbt, halbschmelzend, saftig, auf schlechten Standorten grießig. Der Baum wächst mittelstark und bildet lockere, sparrige Kronen.

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PACKHAM'S TRIUMPH

ist in Australien (Uvedale St. Germain x Williams) gezüchtet und kommt im Frühjahr sehr stark aus Südafrika in österreichische Läden. Die Frucht ist groß, bauchig, grün gefärbt und höckrig. Das Fruchtfleisch ist fein schmelzend- saftig und säuerlich mit feinem Aroma. Der Baum wächst mittelstark und bringt sehr frühe, hohe Erträge.

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NOVEMBERBIRNE®

ist eine besonders großfrüchtige, sehr lange lagerfähige Sorte aus Moldawien, bissfest und saftig mit feinem Aroma. Die bauchig birnenförmigen, grün-gelben Früchte werden 10 bis 14 Tage nach Conference - Mitte September bis Anfang Oktober - geerntet, sind gekühlt bis Mai zu lagern und haben ein sehr gutes Shelflife (Nachlagerverhalten).
Der Baum wächst schwach und trägt sowohl am ein- als auch am mehrjährigen Holz, was in Kombination mit den großen Früchten zu extrem hohen und frühen Erträgen führt. Die Blüte ist früh, vor Conference, und neigt zur Bildung von parthenokarpen Früchten (Jungfernfrüchtigkeit – bildet Früchte ohne vorherige Befruchtung und Kernbildung).

NASHIS - Die Asienbirnen

Nashis waren eine Zeit lang international in aller Munde, weil sie aus Neuseeland kommend zu hohen Stückpreisen gehandelt wurden. Nashis sehen mit ihrer braungrünen, rau berosteten Schale und den ausgeprägten Lentizellen interessant aus. Die Fruchtform ähnelt mehr einem Apfel, Baum und Blätter sehen aber einer Birne ähnlich. Nashis schmecken süß und sind überraschenderweise sehr, sehr saftig, was man hinter der festen Frucht gar nicht vermutet. Die Schale ist dünn und leicht verletzlich. Auf der Universität für Bodenkultur in Wien und in unserer privaten Versuchsanlage werden ca. 20 verschiedene Sorten erprobt:

Am bekanntesten bzw. interessantesten sind:


HOSUI

reift Anfang September, mittelgroß, gelb-braun berostet, angenehm honigartiges Aroma, süß und saftig;

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SHINSEIKI

reift Mitte September, mittelgroß, glattschalig gelb, besonders reichtragend, saftig;

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Most- und Verarbeitungsbirnen

Weinviertler Blutbirne

Synonyme: Sommerblutbirne, Granatbirne, Sanguinole,

Verwendung: Frischverzehr, Dörr- und Kompottbirne,

Reift Mitte – Ende August;

Kleine kugelförmige Frucht mit rosarötlichem Fruchtfleisch; wird schnell teigig; angenehm, aber wenig gewürzt; kaum Gerbstoffe; Der Baum bildet mittelgroße Kronen; aufgrund seiner hohen Fruchtbarkeit, oft mit hängendem Holz; wenig anspruchsvoll an den Standort;


Subira

Synonyme: Saubirne, kleine Hutzelbirne

Verwendung: Vorarlberger Schnapsspezialität, Dörrbirne

Reift mit Williams Christ, Ende August – Anfang September;

Die Früchte sind zwischen 80 und 120g schwer, glockenförmig, grau – grün mit oranger Deckfarbe auf der Sonnenseite, sortentypische Berostung; Subira ist hocharomatisch, mit herb-süßem Geschmack und einzigartigem Aroma; Das grobkörnige, oft holzige Fruchtfleisch ist nicht angenehm zu essen, daher rührt der Name Saubirn.

Mittelstark wachsend mit stark behaartem Laub; Blüte mittelspät, Feuerbrandanfällig; Subira ist mit Quittenunterlagen sehr gut verträglich;


Wahlsche Schnapsbirne

Verwendung: Beliebte Schnapsbirne, dörren, Kompott, Saft, weniger Gärmost; Reift mit oder kurz nach Williams Christ - Anfang September;

Mittelgroße, hellgrüne, bei Reife goldgelbe Birnen mit vielen auffälligen Lentizellen; 50 – 80 g schwer; Die goldgelbe Farbe und die Größe macht sie eingelegt sehr attraktiv. Die Frucht enthält deutlich mehr stabile Aromakomponenten als Williams was besonders lange lagerbare, stabile, runde, ausgewogene und komplexe Brände bewirkt.

Mittelstarker, breit-pyramidaler Wuchs; Robuster Baum mit wenig Anforderungen an Boden und Klima; Späte Blüte Benötigt auf Quittenunterlagen eine Zwischenveredelung; Mittelstarkwachsend, mit kleinem, hellgrünem Laub; Robust gegen Feuerbrand;


Nägelesbirne

Verwendung: Schnaps-, Kompott- und Dörrbirne,

Reift Anfangs – Mitte September, eine Woche nach Williams Olivfarbene Schale sonnseitig leicht gerötet mit markanten Lentizellen und leichter Berostung; 70 – 150 g schwer, große – birnenförmige Früchte; wenig herb und schnell teigig werdend, leicht würzig - zimtartig;

Stark wachsender Baum mit gesundem Laub; geringe Anfälligkeit für Feuerbrand, mittelfrühe Blüte; frühe, hohe und regelmäßige Erträge; Robust gegen Feuerbrand;


Rote Pichlbirne

Synonyme: Kletzenbirne, Frauenbirne,

Verwendung: im frischen Zustand für Most, beliebte Dörr- und Schnapsbirne; Reift Mitte September,

Mittelgroße, bauchige Birne mit glatter, goldgelber Schale; mittellanger – langer Stiel; das Fruchtfleisch ist gelblich, saftig, herb und süß; Der Baum wächst Mittelstark; gedeiht auch in rauen Lagen gut, frühe Blüte; früh- und reichtragend; Robust gegen Feuerbrand;


Hirschbirne

Verwendung: beliebte Dörr- und Mostbirne, im teigigen Zustand auch roh zu essen;

Reift Ende September

Mittelgroße, flachkugelige, braunrote Birne, teils berostet; gelbweißes, saftreiches, süß-säuerliches Fruchtfleisch mit wenig Herbe; nur kurze Haltbarkeit; Hohe eichenartige Kronen mit reicher Fruchtbarkeit, sehr frostfest und anspruchslos.


Speckbirne

Synonyme: Steirische Weinmostbirne, Lavantaler Mostbirne Verwendung: in vielen Gegenden eine der beliebtesten Most-, Saft- und Dörrbirnen; nur in voller Reife roh zu essen;

Reift Mitte bis Ende Oktober

Mittelgroß bis große, stumpfkreisel- bis glockenförmige Birnen mit grünlich gelber, matter Schale; das Fruchtfleisch ist sehr saftig, säuerlich-süß, adstringierend, etwas grobzellig mit sortentypischem Duft; Der Baum wächst kräftig mit hochpyramidalen Kronen; Feuerbrandanfällig;


Kleine Landlbirne

Synonyme: Grüne Landlbirne, Weinbirne

Verwendung: Gute Mostbirne

Reift Mitte bis Ende Oktober

Kleine, kreiselförmige Birne mit grünlichgelber Schale und zahlreichen feinen Schalenpunkten, sonnseits teils orangerot. Gute Lagerfähigkeit, vom Baum geschüttelte Birnen müssen auch nachreifen um ihre sortentypische Würze zu erlangen. Auf Grund ihres ausgewogenen Zucker-Säure-Gerbstoffverhältnisses wird sie gerne reinsortig gemostet und bringt einen schönfarbigen, klaren und haltbaren Most.

Der Baum wächst mittelstark, pyramidal, auch in rauhen Lagen und hat eine außergewöhnliche Fruchtbarkeit. Schorfanfällig.


Grüne Pichlbirne

Verwendung: Gute Mostbirne

Kleine, breit – kugelige, eiförmige Birne mit sehr saftigem, mittelhartem und grobzelligem Fruchtfleisch. Reif sehr Ihnhaltstoffreich an Zucker, Säuren und Gerbstoffen. Adstringierend, darum sich leicht klärende, haltbare Moste.

Der Baum wächst sehr stark, ist langlebig, kommt später in Ertrag und alterniert gerne. Schorf- und Feuerbrandanfällig.